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You will talk and Düsseldorf will listen – Das Robbie Williams Konzert

So, jetzt ist es raus: Ich bin der vermutlich größte Robbie Williams Fan aller Zeiten. Vermutlich der zweit größte, denn da ist ja noch meine Mutter. Sie hat mich gewissermaßen mit der Musik großgezogen, zugegebenermaßen waren da noch ein paar andere Künstler mit im Spiel, aber Robbie ist mit am meisten hängen geblieben.

Die sinnvolle Konsequenz daraus folgte dann, als die Heavy Entertainment Show Tour angekündigt wurde. Zwei Karten waren ein Dankeschön für all die Jahre, in denen Mama mir zugehört hat, mich getröstet, mit mir gelacht und geweint hat. (Wobei hier anzumerken ist, dass keine Konzerttickets der Welt angemessen genug sind *kitsch*) Ein paar Tage später saß ich also weinend auf dem Küchenboden unserer Wohnung und las die Bestellbestätigung. Ich werde den besten Entertainer der Welt (das sagt er selbst) live sehen, mit Mutti.

Gestern war der große Abend, gewappnet mit „Weg-Astis“, damit auch alles noch ein bisschen mehr kribbelt, setzten wir uns in die Ubahn Richtung Esprit Arena. Wie vermutet, war die mit lauter Mütter-Töchter Pärchen voll bis oben hin, vor einzelnen Ehemännern wurde sich ehrfürchtig verbeugt. (Ihr seid klasse, macht weiter so!)

Also rein ins Stadion, erst mal ein paar Cocktails zum Süffeln gekauft, die übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit teuersten Cocktails meines Lebens. Hinsetzten, Schreien sobald das Licht ausgeht und in der Ferne einen glitzernden Menschen auf der Bühne sehen. Das ist dann wohl Erasure. Damit konnte ich, als der Supportact angekündigt wurde, (shame on me?) überhaupt nichts anfangen. Als ich die zwei dann live sah, konnte ich mit der Musik hingegen nichts anfangen. Also schnell nochmal raus und den Biervorrat auffüllen.

Dann ging es Los. Die Halle wurde dunkel und da war er, im Rock und Boxermantel. Und da standen Mama und ich auf der Tribüne mit gefühlt Millionen weiteren Müttern und Töchter und wir schrien, weinten, tanzten. (Ich habe Mama vorher noch nie tanzen sehen, pretty woman!) Vor 14 Jahren stand ich im Schlafanzug tanzend vor’m Fernseher und verkündete, dass ich mich in Robbie Williams verliebt habe. (Ich war zu dem Zeitpunkt 6 und sein Konzert in Knebworth war wirklich beeindruckend.) Und jetzt stand ich hier, mehr als zehn Jahre später und sah ihn wirklich. In echt. War der echt? Ich hatte ihn bisschen jünger im Kopf, aber schön ist er immer noch!

Songs wie „Let me entertain You“, den er sofort zu Beginn spielte, so wie „Feel“ und na klar „Angels“ waren alle dabei, das Publikum war textsicher und ich verdrückte ganz unauffällig das ein oder andere Tränchen. Aber auch die Songs des neuen Albums haben überzeugt; Lieder, die er seinen Kindern widmete, auch er wird offensichtlich erwachsen. Aber natürlich immer noch jung genug, um die Brüste eines Fans zu signieren. Sind wir doch mal ehrlich, jeder freut sich über ein paar Brüste und Robbie Williams ganz besonders.

Die Stimmung war unglaublich, die Lichtshow atemberaubend und Robbie war einfach Robbie. So wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich habe jede Sekunde genossen, kaum Fotos gemacht und einfach alles losgelassen.

Und dann war es auch schon vorbei. Mit dem Song „Time of my life“ aus Dirty Dancing wurden wir zurück in die Wirklichkeit und aus dem Stadion begleitet. Der Song passte wie die faust aufs Auge, lle grinsten sich gegenseitig an und wir hatte wirklich in den letzten knapp 90 Minuten die Zeit unseres Lebens.

Ich sitze nun mit einer post-konzertalen Depression in meinem Bett und schreibe diese Zeilen. Es war tausend mal besser, als ich es mir erträumt hatte und Robbie, ich verspreche dir eins: „my ass is yours forever“. Ich komme wieder, versprochen.  (An der Stelle:  falls mir und meiner Mama jemand Tickets für Hannover schenken will, wären wir euch sehr dankbar!)

 

Eure Paula

Ein Kommentar

  1. Hallo Paula,

    vielen Dank für deinen Kommentar zu meinem letzten Post über Irland!
    Was das Konzert angeht, so wie du es beschreibst, kann man deine Leidenschaft wirklich super nachempfinden. Es muss ein wirklich grandioser Abend gewesen sein! 🙂

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